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  • Kochen im Camper: Gas oder Induktion?

    Kochen im Camper: Gas oder Induktion?

    Wer mit dem Camper unterwegs ist, sei es nur für einen Sommerurlaub oder dauerhaft auf Reisen, weiß: Ohne eine vernünftige Küche im Wohnmobil wird es schnell ungemütlich. Damit ein Fahrzeug in Deutschland eine Wohnmobil-Zulassung bekommt, muss eine fest verbaute Kochstelle vorhanden sein. Ein mobiler Campingkocher für draußen reicht dafür nicht aus. Doch was ist die bessere Lösung zum Kochen im Camper, Gas oder Induktion? Beide Systeme haben ihre Vorteile, aber auch klare Nachteile.

    Kochen mit Gas im Camper

    Gas ist seit Jahrzehnten der Standard in Wohnmobilen und Vans. Wer ein fertig ausgebautes Wohnmobil kauft, bekommt fast immer ein Gaskochfeld mit zwei oder drei Flammen, manchmal sogar mit integriertem Backofen. Der größte Vorteil liegt in der Unabhängigkeit vom Strom. Mit Gas kann man kochen, egal ob gerade Solar- oder Landstrom verfügbar ist oder nicht. Normales Kochgeschirr kann weiterhin verwendet werden, und die Technik ist äußerst robust. Selbst wenn ein Teil des Gasherdes kaputtgeht, lassen sich viele Bauteile einzeln austauschen.

    Der Nachteil von Gas liegt vor allem im Gewicht und im organisatorischen Aufwand. Eine handelsübliche 11-kg-Gasflasche wiegt befüllt rund 20 Kilogramm. Wer länger unterwegs ist, braucht meist eine zweite Flasche als Reserve, und schon sind schnell 40 Kilogramm Stauraum belegt. Hinzu kommt, dass eine Gasinstallation fachgerecht eingebaut werden muss. Das bedeutet: Ein separater Gaskasten mit Bodenentlüftung ist Pflicht, und alle zwei Jahre ist eine Gasprüfung fällig.

    Auf Reisen kann zudem die Gasversorgung zur Herausforderung werden. Nicht in jedem Land können deutsche Flaschen getauscht oder befüllt werden, teilweise sind spezielle Adapter notwendig. Eine mögliche Lösung ist der Einbau eines festen LPG-Tanks, der sich an Tankstellen in fast ganz Europa befüllen lässt. Hier muss allerdings ein Filter vorgeschaltet werden, da LPG mehr Verunreinigungen enthalten kann. Außerdem schreibt der Gesetzgeber einen automatischen Füllstopp und eine feste Verbindung zum Fahrzeug vor.

    Kochen im Camper mit einem Gasherd

    Kochen mit Induktion im Camper

    Immer beliebter wird das Kochen mit Induktion. Ein Induktionskochfeld im Camper hat gleich mehrere Vorteile: Es gibt keine offene Flamme, was die Brandgefahr reduziert und die Sicherheit im Fahrzeug erhöht. Nach dem Kochen kühlt die Platte sehr schnell ab, was vor allem dann angenehm ist, wenn Kinder oder Haustiere mit an Bord sind. Auch das Gewicht spielt eine Rolle: Wer auf Induktion setzt, spart sich schwere Gasflaschen und gewinnt Stauraum.

    Allerdings erfordert Induktion ein durchdachtes Strom-Setup. Damit die Kochplatten zuverlässig funktionieren, ist eine ausreichend große Batterie nötig, im Idealfall eine Lithium-Batterie, die hohe Lasten aushält. Außerdem braucht man einen leistungsstarken Wechselrichter, der genug Dauerleistung für die Kochfelder bereitstellt. Wer häufig frei steht, sollte zusätzlich große Solarpaneele installieren, um die Batterie tagsüber nachladen zu können.

    Das Kochen mit Induktion bedeutet daher zunächst eine höhere Investition in die Bordelektrik. Wer seine Elektroinstallation selbst vornimmt, sollte unbedingt sicherstellen, dass Kabelquerschnitte, Sicherungen und der Einbau fachgerecht sind. Fehler bei der Elektrik sind eine häufige Ursache für Brände in Campern und lassen sich durch professionelle Installation vermeiden.

    Fazit: Gas oder Induktion?

    Die Entscheidung zwischen Gas und Induktion hängt stark davon ab, wie du reist und welches Setup dein Camper bereits hat. Wer ein Wohnmobil mit funktionierender Gasinstallation besitzt, muss nicht zwingend umrüsten. Gas ist bewährt, zuverlässig und unabhängig vom Wetter oder der Sonneneinstrahlung. Wer allerdings neu ausbaut, Wert auf geringes Gewicht legt und eine moderne, saubere Lösung sucht, findet in Induktion eine sichere und komfortable Alternative.

    Beide Systeme können gut funktionieren, solange sie richtig geplant und eingebaut sind. Wichtig ist, dass du dir vorab Gedanken machst, wie autark du unterwegs sein möchtest, wie viel Stauraum du hast und ob du eher auf Campingplätzen oder abseits der Infrastruktur stehst. Dann findest du die Lösung, die zu deinem Reisestil passt.

    Kochen im Camper geht sowohl mit Gas als auch mit Induktion. Wie kochst in deinem Reisemobil und wo siehst du die Vor- bzw. Nachteile. Schreib es uns gerne in die Kommentare.

  • Hitze im Camper: 12 Tipps für deinen Campingsommer

    Hitze im Camper: 12 Tipps für deinen Campingsommer

    Der Sommer ist da und mit ihm auch oft Temperaturen weit über 30 Grad. Wer mit dem Wohnmobil oder Van unterwegs ist, kennt das Problem: Ohne Klimaanlage wird es im Camper schnell unerträglich heiß. Gerade beim Reisen in südlichen Ländern wie Italien, Spanien oder Griechenland jagt oft eine Hitzewelle die nächste. Damit dein Vanlife-Sommer nicht zur Hitzeschlacht wird, findest du hier unsere Top-Tipps gegen Hitze im Camper. 

    Siesta halten wie die Einheimischen

    Egal ob in Spanien, Portugal, Griechenland oder Italien. In allen Ländern, die mit teils extremer Hitze zu kämpfen haben, wird in den Mittagsstunden einfach Pause gemacht. Und das funktioniert tatsächlich sehr gut. Zwischen 12 und 16 Uhr schließen Geschäfte, Cafés und teilweise auch Supermärkte. Die Straßen sind leer und Fenster abgedunkelt. Plane also deine Aktivitäten wenn möglich so, dass du in der Mittagshitze ruhen kannst. 

    Schattenplätze

    Klingt banal, ist aber entscheidend. Parke deinen Camper im Schatten und wenn möglich nicht auf Asphalt. Denn dieser heizt sich schnell auf über 40 Grad auf. Bäume und Felswände bieten auch über den Tag Schatten und sorgen, dafür, dass dein Camper nicht in der prallen Sonne steht. 

    Genug trinken

    Egal ob warmes oder kaltes Getränk. Hauptsache du trinkst genug. Und wenn dir normales Wasser zu langweilig ist, kannst du es ganz einfach mit etwas Zitrone oder Minze aufpeppen. Bei uns haben sich gute Thermobecher bewährt. Die halten Getränke lange kalt und wir trinken dadurch deutlich mehr. 

    Fenster abdunkeln

    Je weniger Sonnenlicht in dein Fahrzeug gelangt, desto geringer die Hitzeentwicklung.  Am besten funktionieren natürlich passende Thermomatten, die du außen auf deinem Camper anbringst. Im Notfall tut es aber auch eine dünne Decke, ein großes Handtuch oder Ähnliches. 

    Van mit Thermomatte auf Windschutzscheibe

    Kleidung

    Trage helle und luftige Kleidung aus natürlichen Fasern wie Baumwolle und Leinen. Außerdem schützt dich lange Kleidung besser vor der Sonne als kurze. Denke außerdem an einen Hut oder Kappe. 

    Wassersprühflasche

    Eine Wassersprühflasche bekommst du schon für 1-2 Euro in jeden Supermarkt oder Baumarkt. Einfach zwischendurch absprühen und die Abkühlung genießen. Funktioniert auch super beim Fahren mit offenen Fenstern, da der Fahrtwind dann noch einmal zusätzlich kühlt.

    Fahr in die Berge

    Sommer, Sonne und Strand? Natürlich bietet das Meer oder ein See eine tolle Abkühlung. Aber hast du schon einmal daran gedacht deinen Sommerurlaub in den Bergen zu verbringen? Aktuell sind wir in den Bergen und auf 1500 m ist es nicht nur zehn Grad kühler als am Meer, es sind auch deutlich weniger Touristen hier und wir haben viele Stellplätze für uns alleine. 

    Camper auf einer Bergstraße

    Lüften gegen die Hitze im Camper

    Wenn es möglich ist, solltest du die Fenster und Türen in deinem Camper offen lassen. So kann die Luft besser zirkulieren und es entsteht kein Hitzestau im Fahrzeug. Für viele Fahrzeuge gibt es auch spezielle Lüftungsgitter, die du im Fenster einklemmen kannst. 

    Aussicht auf das Meer aus dem Camper

    Ventilatoren

    Von kleinen Handventilatoren bis hin zu großen Deckenlüftern. Es gibt wirklich unzählige Varianten. Ventilatoren sorgen für eine gute Luftzirkulation und sind wahrscheinlich eines der Dinge, die in uns am besten gegen Hitze im Camper helfen.

    Bei großen Ventilatoren brauchst du natürlich auch mehr Strom. Checke also vorher ob deine Batterie auch die entsprechende Kapazität hat. Ein weiterer Nachteil bei leistungsstarken Ventilatoren ist die Lautstärke, denn große Lüfter können schnell mal sehr laut werden. 

    Deckenventilator im Van gegen Hitze im Camper

    Fußbäder

    Super simpel aber eine tolle Abkühlung. Du füllst einfach nur ein wenig Wasser in einen Eimer oder Spülschüssel und hält deine Füße ins kühle Nass. 

    Draußen kochen

    Wenn du die Möglichkeit hast, dann koche bei heißen Temperaturen am Besten draußen. So entsteht keine zusätzliche Hitze im Camper. Vor allem bei einem Gasherd kann es wirklich unerträglich werden, wenn man im Wohnmobil kocht. 

    Noch einfacher ist es natürlich, kalte Mahlzeiten vorzubereiten wie Salate, Wraps oder kalte Suppen. 

    Kühlmatten

    Wir haben die Kühlmatten hauptsächlich für unsere Hunde dabei, aber natürlich kann man sie auch als Zweibeiner benutzen. Kühlmatten bekommst du im Sommer in vielen verschiedenen Geschäften. Die Kosten variieren je nach Größe und Hersteller. Wir haben aber keinen signifikanten Unterschied zwischen teuren Kühlmatten und günstigen No-Name-Produkten feststellen können. 

    Hund auf blauer Kühlmatte

    Camping bei Hitze kann herausfordernd sein aber mit ein paar einfachen Tricks behälst du auch bei über 30 Grad einen kühlen Kopf. Hast du noch weitere Tipps gegen Hitze im Wohnmobil? Teile sie gerne in den Kommentaren.