Schlagwort: Wohnmobilreise

  • Vanlife in Marokko: Unsere Camperreise zwischen Atlantik, Atlas und Sahara

    Vanlife in Marokko: Unsere Camperreise zwischen Atlantik, Atlas und Sahara

    Eine Camperreise durch Marokko bedeutet, täglich neue Welten zu entdecken. Kaum ein anderes Land bietet auf so engem Raum eine vergleichbare Vielfalt aus Küste, Wüste, Gebirge und jahrhundertealter Kultur. Unsere Route führte uns einmal quer durch das Land und zeigte, warum Marokko ein ideales Ziel für Vanlife-Abenteuer ist.

    Atlantikküste: Essaouira und Taghazout

    Den Auftakt machte Essaouira, eine entspannte Hafenstadt mit historischer Medina und spürbarem Atlantikflair. Der stetige Wind macht den Ort besonders bei Surfern beliebt, gleichzeitig bleibt die Stadt angenehm ruhig. Weiter südlich liegt Taghazout, bekannt als Surf-Mekka Marokkos. Hier trifft internationale Reisekultur auf kleine Fischerdörfer und einfache, authentische Küche.

    Anti-Atlas und Süden: Tafraout, Sahara und Zagora

    Von der Küste ging es ins Landesinnere nach Tafraout im Anti-Atlas. Die karge, felsige Landschaft wirkt fast surreal und vermittelt einen guten Eindruck vom traditionellen Berberleben. Einer der eindrucksvollsten Abschnitte unserer Reise waren die großen Dünen der Sahara. Die Stille, die Weite und die Farben der Wüste hinterlassen bleibenden Eindruck. Über Zagora, lange Zeit wichtiger Karawanenort, führte der Weg weiter Richtung Norden.

    Van in der Sahara mit Kamel

    Filmkulissen und Schluchten: Ouarzazate und Dades-Schlucht

    Ouarzazate gilt als Tor zur Wüste und ist bekannt für seine Filmstudios und Kasbahs. Die Stadt wirkt nüchtern, ist aber ein guter Ausgangspunkt für Erkundungen. Ein landschaftliches Highlight war die Dades-Schlucht mit ihren steilen Felswänden, Oasen und spektakulären Serpentinen. Für VanReisende bietet die Region zahlreiche ruhige Stellplätze und beeindruckende Ausblicke.

    Städte und Kultur: Fes, Meknes und Marrakesch

    Die Königsstädte Fes und Meknes stehen für Geschichte, Handwerk und religiöse Tradition. Besonders die Medina von Fes zählt zu den eindrucksvollsten der Welt. Marrakesch bildet dazu den lebhaften Gegenpol: laut, intensiv und voller Energie. Der Djemaa el Fna zeigt Marokko in seiner ganzen Vielfalt.

    Gerberei in der MEdina von Fes in Marokko

    Norden Marokkos: Ifrane, Chefchaouen und Tanger

    Im Ifrane Nationalpark überraschten Zedernwälder und kühle Bergluft. Chefchaouen, die blaue Stadt im Rif-Gebirge, wirkt fast entschleunigend und ist ideal für einen ruhigen Zwischenstopp. Den Abschluss bildete Tanger, wo Afrika und Europa aufeinandertreffen.

    Eine Frau in der blauen Stadt Chefchaouen in Marokko

    Diese Camperreise durch Marokko war abwechslungsreich, fordernd und bereichernd. Ein Land, das Neugier weckt und lange im Gedächtnis bleibt.

  • Mit dem Camper durch Griechenland – unsere liebsten Plätze auf vier Rädern

    Mit dem Camper durch Griechenland – unsere liebsten Plätze auf vier Rädern

    Griechenland und Vanlife passen für uns einfach perfekt zusammen. Wir leben Vollzeit in unseren Vans und sind inzwischen schon das zweite Mal mit dem Camper durch Griechenland unterwegs. Und obwohl wir schon viel gesehen haben, entdecken wir immer wieder neue Lieblingsorte. Griechenland ist abwechslungsreich, wild, geschichtsträchtig und gleichzeitig wunderbar entspannt. Genau die Mischung, die wir unterwegs

    lieben.

    Kirche mit Moos bewachsenem Dach


    Chalkidiki – Vanlife zwischen Pinien und türkisblauem Wasser

    Chalkidiki gehört für uns zu den besten Regionen für Camper in Griechenland. Die Halbinsel bieten unzählige Buchten, kristallklares Wasser und jede Menge Natur. Abseits der Touristenzentren fühlt sich alles ruhig und ursprünglich an. Morgens mit Meerblick aufwachen, tagsüber schwimmen und abends den Sonnenuntergang genießen.

    Thessaloniki – lebendig, kreativ und unglaublich lecker

    Nach all der Natur tut ein Stopp in Thessaloniki richtig gut. Die Stadt ist jung, lebendig und kulinarisch ein echtes Highlight. Tavernen, Streetfood, Cafés und ein entspanntes Großstadtgefühl machen den Aufenthalt besonders. Für uns ein perfekter Ort, um Kultur und Vanlife zu verbinden.

    Strasse in Thessaloniki mit Blick auf das Meer

    Monemvasia und Mystras – Geschichte, die beeindruckt

    Monemvasia ist eine dieser Städte, die man nicht vergisst. Die mittelalterliche Festungsstadt auf dem Felsen wirkt fast unwirklich. Ganz in der Nähe liegt Mystras, eine byzantinische Ruinenstadt mit unglaublicher Atmosphäre. Beide Orte lassen sich gut mit dem Camper erreichen und sind ideal für alle, die Geschichte lieben.

    Gythio und das Schiffswrack

    Das Schiffswrack bei Gythio ist ein faszinierender Ort, besonders bei Sonnenuntergang. Der alte Frachter liegt ruhig im Wasser und ist ein beliebtes Fotomotiv. Gythio selbst ist entspannt, authentisch und perfekt für ein paar ruhige Tage.

    Schiffswrack in Griechenland

    Ochsenbauchbucht – wild, ruhig und beeindruckend

    Die Ochsenbauchbucht zählt zu unseren absoluten Lieblingsplätzen. Weit, offen und naturbelassen. Hier spürt man sofort, warum wir das Leben im Van so lieben. Wenig Trubel, viel Natur und dieses Gefühl von Freiheit. Allerdings ist es verboten, direkt an der Ochsenbauchbucht mit dem Camper zu stehen. 

    Ambrakischer Golf – unterschätzt und wunderschön

    Der Ambrakische Golf ist für viele Reisende noch ein Geheimtipp. Weite Landschaften, ruhige Küstenabschnitte und ein ganz anderes Griechenland als an den bekannten Hotspots. Für Camper, die es ruhig mögen, ist diese Region ideal. Neben Pelikanen und Flamingos leben im Golf auch viele Meeresschildkröten und sogar Delfine.

    Lefkada – dramatische Küsten und türkisblaue Buchten

    Lefkada ist spektakulär. Steile Klippen, leuchtend blaues Wasser und einige der schönsten Strände Griechenlands. Besonders praktisch: Die Insel ist über eine Brücke erreichbar, perfekt für Camper. Trotz Beliebtheit gibt es immer noch ruhige Ecken, wenn man ein wenig sucht.

    Fazit: Griechenland inspiriert – jedes Mal aufs Neue

    Ob Küste, Berge, Geschichte oder entspannte Städte. Griechenland ist unglaublich vielseitig. Für uns steht fest: Mit dem Camper durch Griechenland zu reisen bedeutet Freiheit, Entdeckung und echtes Lebensgefühl. Wenn du Lust auf Abenteuer hast, gerne langsam reist und das Land intensiv erleben willst, dann ist Griechenland ein perfektes Ziel für deinen nächsten Roadtrip.


  • Kritharaki-Auflauf mit Feta und Hackfleisch – Griechischer Genuss aus dem Camper

    Kritharaki-Auflauf mit Feta und Hackfleisch – Griechischer Genuss aus dem Camper

    Wer viel reist, möchte auch unterwegs nicht auf gutes Essen verzichten. Gerade beim Vanlife ist es wichtig, einfache, leckere und schnell zuzubereitende Gerichte zu finden, die sich gut im Camper kochen lassen. Heute entführen wir dich kulinarisch nach Griechenland, mit einem klassischen Kritharaki-Auflauf mit Feta und Hackfleisch. Der lässt sich nämlich sich perfekt im Camper zubereiten.

    Was sind Kritharaki?

    Kritharaki, auch Orzo genannt, sind kleine griechische Nudeln in Reisform. Sie nehmen Soßen wunderbar auf und eignen sich ideal für Aufläufe oder Pfannengerichte. In Griechenland findet man sie in fast jedem Supermarkt. Perfekt also für ein authentisches Campergericht direkt vor Ort.

    Zutaten für 4 Portionen

    200 g Kritharaki

    400 g Hackfleisch (Rind, Lamm oder gemischt)

    200 g Feta

    1 mittlere Zwiebel

    1 rote Paprika

    1 kleine Stange Lauch

    1 große Karotte

    1 TL Tomatenmark

    150 ml Brühe

    Salz, Pfeffer, Oregano, Knoblauch

    Öl zum Anbraten

    Zubereitung 

    1. Kritharaki vorkochen: Die Nudeln in Salzwasser etwa 3 Minuten garen, bis sie noch etwas Biss haben.
    2. Gemüse vorbereiten: Zwiebel, Paprika, Lauch und Karotte klein schneiden.
    3. Anbraten: Hackfleisch in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. Danach das Gemüse dazugeben und kurz mitdünsten.
    4. Sauce zubereiten: Tomatenmark und Brühe hinzufügen, alles gut verrühren und mit Salz, Pfeffer, Oregano und Knoblauch abschmecken.
    5. Auflauf schichten: Die Hack-Gemüse-Mischung mit den Kritharaki vermengen und in eine Auflaufform geben.
    6. Feta darüber: Den Feta zerkrümeln und gleichmäßig über dem Auflauf verteilen.
    7. Backen: Bei 180 Grad etwa 30 Minuten überbacken, bis der Feta goldbraun ist
    überbackener Kritharaki Auflauf in einer Form mit knusprig goldbraunem Feta

    Zubereitung im Camper im Gasbackofen oder Omnia

    Wir reisen aktuell durch Griechenland und haben den Auflauf in unserem Gasbackofen im Van zubereitet. Der Duft, der dabei durch den Van zieht, ist einfach herrlich!
    Wenn du keinen Gasbackofen hast ist das gar kein Problem. Denn der Kritharaki Auflauf lässt sich auch ganz einfach im Omnia Campingbackofen zubereiten. Dafür einfach die Mischung in die Omnia-Form geben, mit Feta bestreuen und etwa 35 Minuten bei mittlerer Hitze auf dem Gaskocher backen. Das Ergebnis: außen leicht knusprig, innen wunderbar cremig.

    Vegetarische und vegane Variante

    Das Schöne an diesem Gericht: Es lässt sich ganz leicht anpassen.
    Für eine vegetarische Variante kannst du das Hackfleisch durch pflanzliches Hack ersetzen.
    Wenn du dich vegan ernährst kannst du einfach zusätzlich einen veganen Feta-Ersatz verwenden. Egal in welcher Variante du den Auflauf zubereitest, er ist immer super lecker.

    Fazit

    Dieser griechische Kritharaki Auflauf mit Feta und Hackfleisch ist ein ideales Gericht für unterwegs: schnell zubereitet, mit einfachen Zutaten und vollem Geschmack. Er schmeckt frisch aus dem Ofen genauso gut wie am nächsten Tag aufgewärmt und eignet sich damit perfekt also für den Roadtrip durch Griechenland oder jeden anderen Ort, an dem du Sonne, Meer und gutes Essen genießen möchtest.

    Egal ob im Gasbackofen im Camper oder im Omnia Backofen auf dem Gaskocher – dieser Auflauf bringt griechisches Urlaubsgefühl direkt auf deinen Teller.

  • Festgefahren mit dem Camper – So befreist du dein Fahrzeug sicher und effektiv

    Festgefahren mit dem Camper – So befreist du dein Fahrzeug sicher und effektiv

    Ob am Strand, auf einem matschigen Feldweg oder in einer tiefen Schneedecke. Die meisten Reisenden haben sich schon einmal mit dem Camper festgefahren. Egal, ob du mit einem selbst ausgebauten Van, einem klassischen Wohnmobil oder einem Offroad-Overlander reist. In solchen Momenten ist Ruhe und systematisches Vorgehen gefragt. In diesem Artikel erfährst du, was du tun solltest, wenn dein Fahrzeug keinen Meter mehr vor oder zurück will – und wie du dich mit der richtigen Vorbereitung oft selbst befreien kannst.

    1. Ruhe bewahren und Situation einschätzen


    Das Wichtigste zuerst: Kein hektisches Gasgeben! Wenn die Räder durchdrehen, gräbst du dich nur tiefer ein. Steig aus, sieh dir die Lage an und prüfe, wo das Fahrzeug aufsitzt oder wo die Räder durchdrehen. Entscheidend ist zu erkennen, ob du im Sand, Schlamm, Schnee oder einer tiefen Rille feststeckst. Je nach Untergrund unterscheiden sich die nächsten Schritte.

    2. Reifendruck anpassen

    Ein bewährter Trick, besonders bei Sand oder Schnee: den Reifendruck leicht absenken. Dadurch vergrößert sich die Auflagefläche der Reifen, und du bekommst mehr Traktion. Senke den Druck nur moderat (meist auf etwa 1,5 bis 2 bar) und pumpe ihn anschließend unbedingt wieder auf, sobald du festen Boden erreicht hast.

    3. Griffigkeit schaffen – Sandbleche, Matten und Äste

    Wenn die Reifen durchdrehen, fehlt es an Grip. Hier kommen Sandbleche, Sandmatten oder improvisierte Hilfsmittel wie Äste, Steine oder Fußmatten ins Spiel. Lege sie direkt vor (oder hinter) die angetriebenen Räder, um eine feste Fläche zu schaffen. Sandbleche aus Aluminium oder Kunststoff gehören zur Grundausstattung vieler Offroad-Reisender. Sie funktionieren auch in Matsch oder Schnee zuverlässig.

    Sandbleche im Matsch neben einem festgefahrenen Van

    4. Mit Gefühl anfahren

    Jetzt heißt es: sanft Gas geben. Kein Vollgas, sondern langsames Anfahren mit möglichst wenig Schlupf. Wenn du Allradantrieb hast, aktiviere ihn. Bei Fahrzeugen mit Differenzialsperre lohnt es sich, diese zuzuschalten. Manchmal hilft es auch, leicht vor- und zurückzusetzen, um sich „freizuwippen“.

    5. Hilfe holen oder sich herausziehen lassen

    Wenn du alleine nicht weiterkommst, ist Teamwork gefragt. Ein zweites Fahrzeug mit Abschleppseil oder Berge-Gurt kann dich vorsichtig herausziehen. Wichtig ist, dass beide Fahrer wissen, was sie tun, um Schäden zu vermeiden. In besonders kritischen Situationen (z. B. bei drohendem Umkippen oder Wassereinbruch) gilt: lieber professionelle Hilfe rufen.

    6. Vorbereitung ist die halbe Miete

    Wer regelmäßig abseits befestigter Straßen unterwegs ist, sollte sich vorbereiten: Sandbleche, Schaufel, Bergegurt, Handschuhe und ein Kompressor gehören zur Grundausrüstung. Und übe den Umgang damit, bevor du sie im Ernstfall brauchst.

    Fazit

    Fast jede Reisende hat sich schon einmal mit dem Camper festgefahren. Wichtig ist, besonnen zu bleiben, die Lage richtig einzuschätzen und systematisch vorzugehen. Mit etwas Know-how, dem richtigen Equipment und Geduld befreist du dein Fahrzeug meist selbst. Und kannst die Erfahrung beim nächsten Lagerfeuer als kleine Anekdote erzählen.